Systemaufstellung
Den belastenden Einfluss der Herkunftsfamilie erkennen und auflösen
In Systemaufstellungen zeigt sich eindrucksvoll, wie tiefgreifend der transgenerationelle Einfluss der Herkunftsfamilie auf unser heutiges Leben wirken kann – oftmals unbewusst und über viele Generationen hinweg. Unverarbeitete Traumata, ungelöste Konflikte, familiäre Schicksale und unterdrückte Emotionen früherer Generationen können sich in Form von psychischen Belastungen, Beziehungsproblemen oder wiederkehrenden Mustern im Leben der Nachfahren äußern.
Systemaufstellungen bieten eine wirkungsvolle Methode, diese verborgenen Dynamiken sichtbar zu machen und zu transformieren. In einem geschützten Raum werden Mitglieder oder Stellvertreterinnen der Herkunftsfamilie aufgestellt, wobei sich oft überraschend emotionale Verstrickungen oder Loyalitäten zeigen. Klientinnen können auf diese Weise erkennen, ob sie unbewusst eine Last für ein früheres Familienmitglied tragen oder sich mit einem fremden Schicksal identifizieren.
Die Bewältigung des transgenerationellen Einflusses erfolgt dabei auf mehreren Ebenen:
Sichtbarmachen und Anerkennen: Allein das Erkennen, dass bestimmte Belastungen nicht aus dem eigenen Leben stammen, sondern aus dem Familiensystem übernommen wurden, bringt oft eine erste Erleichterung. Durch das Aussprechen bislang Tabuisierter oder Verdrängter entsteht Raum für Heilung.
In der Aufstellungsarbeit geht es darum, jedem Familienmitglied seinen angemessenen Platz im System zurückzugeben. Oft müssen Grenzen neu gesetzt und Verantwortlichkeiten zurückgegeben werden, die fälschlicherweise übernommen wurden – etwa wenn Kinder unbewusst die emotionale Last eines Elternteils tragen.
Rituelle und symbolische Lösungen: In der Aufstellung können neue Haltungen gefunden und stärkende Sätze ausgesprochen werden, die systemische Bindungen lösen oder neu ordnen.
Integration und Loslösung: Die neu gewonnenen Einsichten und gelösten Verstrickungen müssen anschließend im Alltag integriert werden. Viele Klient*innen berichten von einer spürbaren inneren Entlastung, von mehr Klarheit, Kraft und einer besseren Verbindung zu sich selbst und zu anderen.
Durch diesen Prozess der bewussten Auseinandersetzung mit dem transgenerationellen Erbe wird der Einfluss der Herkunftsfamilie nicht verdrängt oder abgelehnt, sondern auf gesunde Weise integriert.
So entsteht Raum für mehr Autonomie, Lebendigkeit und Gestaltungskraft im eigenen Leben – ohne die unsichtbaren Fesseln vergangener Generationen.
Einzelaufstellungen
mit dem Systembrett
Systemaufstellungen können in Einzelsitzungen durchgeführt werden. Mit Hilfe des Systembretts oder auch mit Platzhaltern als Bodenanker können im Beratungsprozess neue Lösungen initiiert werden.
Indem die Klienten und KlientInnen zum Beobachter ihrer inneren mentalen Prozesse werden und eine Distanz zu ihrer Problemsituation herstellen, können neue Ideen zur Problemlösung entstehen.
Systemaufstellungen als Gruppenangebot
Bei Systemaufstellungen stellt der Klient Stellvertreter der Gruppe zu einer spezifischen Problemkonstellation im Raum auf. Er/Sie stellt sein/ihr inneres Bild zu seinem Anliegen im Raum dar. Dabei entwickelt er/sie einen Abstand zu seinem/ihrem Problem.
Während der Aufstellung erfahren die Stellvertreter lösende Veränderungsprozesse, die beim beobachtenden Klienten ebenfalls mit Veränderungsprozessen synchron einhergehen. Sein inneres mentales Problembild verändert sich zu einem Lösungsbild, was mit einer veränderten Wahrnehmung der Problemsituation einhergeht.
Barrierefreier Text zu Systemaufstellungen
Systemaufstellungen: Was unsere Familie mit unserem Leben zu tun hat
Manchmal haben wir Gefühle oder Probleme, die wir uns nicht erklären können.
Zum Beispiel:
Wir fühlen uns traurig, wütend oder ängstlich – ohne Grund.
Wir geraten immer wieder in ähnliche Konflikte.
Wir übernehmen viel Verantwortung – auch wenn es uns überfordert.
Das kann mit unserer Herkunftsfamilie zu tun haben.
Also mit den Menschen, aus denen wir stammen: Eltern, Großeltern oder sogar Urgroßeltern.
Erlebnisse und Gefühle aus früheren Generationen können unbewusst an uns weitergegeben werden.
Das nennt man: transgenerationeller Einfluss.
Was ist eine Systemaufstellung?
In einer Systemaufstellung schauen wir auf das Familiensystem.
Dabei stellen wir Personen aus der Familie – oder ihre Stellvertreter:innen – im Raum auf.
So wird sichtbar, wie sie miteinander verbunden sind.
Und es zeigt sich:
- Wer trägt eine Last, die gar nicht zu ihm gehört?
- Wo gab es Ausschluss, Trauer oder ein Geheimnis?
- Welche Rolle spielt jede Person in der Familie?
Was kann eine Aufstellung bewirken?
Eine Aufstellung kann helfen:
- Dinge zu erkennen, die vorher nicht sichtbar waren
- schwere Gefühle loszulassen, die nicht zu uns gehören
- die eigene Familie besser zu verstehen
- innerlich freier und selbstbestimmter zu werden
Es geht nicht um Schuld, sondern darum, Verbindungen zu verstehen und zu heilen.
Gut zu wissen:
Systemaufstellungen finden in einem geschützten Raum statt.
Es geht achtsam, ruhig und respektvoll zu.
Man muss nichts tun, was sich nicht gut anfühlt.
Schon das Zuschauen oder Mitwirken als Stellvertreter:in kann etwas in Bewegung bringen.
Systemaufstellungen helfen dabei, die eigene Geschichte besser zu verstehen – und das eigene Leben leichter zu gestalten.
Themen, die aufgestellt werden können
In Familien-/ Systemaufstellungen können folgende Lebensthemen geklärt werden:
> Allgemein zu Gesundheit und Wohlbefinden
> Partnerschaft / Paarbeziehung
> Elternschaft / Erziehungsfragen
> Besondere & schwierige Kinder
> Auflösung von Ängsten, Trauer, Wut, Schuld und Scham
> bei Erschöpfungszuständen oder Burn Out
> unklare berufliche Perspektiven.
Damit kann den Beziehungen sowohl beruflich als auch privat eine neue Qualität gegeben werden.
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